Wie die local heroes ihr erstes Mal erlebt haben

Der Schongau Triathlon liegt nun schon eine Weile zurück, aber wir wollten noch einmal von den sogenannten „local heroes“ wissen, wie ihnen der Wettkampf gefallen hat. Die fünf jungen Männer hatten sich auf einen Zeitungsaufruf hin beim Tri-Team Schongau gemeldet und an Trainingsangeboten teilgenommen. Am 27. Juli starteten sie dann zu ihrem ersten Sprinttriathlon am Lech. Es scheint damit bewiesen zu sein, dass Triathlon süchtig macht, denn alle fünf Helden wollen zumindest nächstes Jahr in der Heimatstadt wieder dabei sein.

Schon bei der Vorbereitung hatten Stefan Eurisch, Matthias Modlmeier und Martin Fichtl aus Schongau sowie Andreas Nuscheler und Luitpold Sedlmeier aus Altenstadt viel Spaß miteinander, besonders, als sich die ersten Trainingserfolge einstellten und sie sich besser kennenlernten. Zusammen mit Wolfgang Ahrens vom Tri-Team Schongau gingen sie zum Schwimmen ins Becken und ins Freiwasser, Laufen und Wechseltraining stand ebenso auf dem Programm. Zusätzlich absolvierten sie Einheiten auf eigene Faust.

Am meisten Zeit investierten dabei Eurisch und Fichtl; sie arbeiteten im Schnitt sieben Stunden in der Woche an ihrer Form. Und das zahlte sich am Ende auch aus, denn die beiden erreichten aus der Gruppe der „local heroes“ die besten Ergebnisse. Stefan Eurisch finishte in der Zeit von 1:13:07 Stunden, Martin Fichtl eine Sekunde später. Da Fichtl aber einer anderen Altersklasse angehört, erreichte er mit seiner Zeit noch den dritten Rang, und er durfte bei der Siegerehrung einen Pokal in Empfang nehmen.

Doch auch die anderen Einsteiger waren mit ihren Ergebnissen sehr zufrieden, da sie doch sämtliche Erwartungen übertrafen. Oder wie es Eurisch formuliert: "Erstaunlich, wie viel schon ein paar Trainingseinheiten mit einem Profi bringen.“ Für alle Fünf war Sport freilich auch schon vorher kein Fremdwort: Radfahren, Laufen und Skifahren hatten sie alle bereits auf dem Programm und Matthias Modlmeier spielt für den TC Schongau Tennis in der ersten Herrenmannschaft. So konnte Trainer Wolfgang Ahrens schon auf eine Grundausdauer bei seinen Schützlingen aufbauen. Diese profitierten nach eigenen Angaben am meisten von den Wechselübungen und dem Schwimmtraining.

Gruppendynamik spielte natürlich in der Vorbereitung genauso eine Rolle,wie später im Rennen. Modlmeier: „Wir haben uns durchaus immer gegenseitig mitgerissen, gerade wenn es ans gemeinsame Training ging. Da kann man sich dann gleich eher motivieren als wenn man jetzt zum Beispiel alleine in den Haslacher See zum Schwimmen hüpfen müsste.“

Die Motivation war dann auch am Wettkampftag hoch, zumal die „einheimischen Helden“ von Freunden und Bekannten in Schongau und Altenstadt am Streckenrand angefeuert wurden. Die Atmosphäre in der Altstadt gefiel den Sportlern besonders gut und alle freuten sich darüber, dass trotz des trüben Wetters so viele Zuschauer gekommen waren. Auch die Organisation und die Strecken kamen gut an.

Dass es im Rennverlauf manchmal hakt, weiß jeder Triathlet aus eigener Erfahrung, und so erlebte auch Martin Fichtl eine Schrecksekunde, als er in der zweiten Wechselzone seine Laufschuhe nicht am erwarteten Platz vorfand. Mit dem typischen Tunnelblick, der jeden Athleten nur sein schnelles Fortkommen im Kopf behalten lässt, suchte er seine Sachen zusammen und nahm die Ermahnung des Schiedsrichters wegen seines offenen Helms dabei nur am Rande zur Kenntnis.

Gemeinsame Entbehrungen schweißen zusammen - auch diese Binsenweisheit bewahrheitete sich schließlich, als die sich Helden nach getaner Arbeit bis spät in die Nacht im Löwenhof feierten und Pläne für 2015 schmiedeten. Eurisch und Fichtl haben Blut geleckt und peilen für nächstes Jahr die olympische Distanz an. Genauso wie Modlmeier können sie es sich vorstellen, auch bei anderen Triathlons zu starten. Sedlmeier und Nuscheler reicht es fürs erste, wenn sie 2015 wieder in Schongau mitmachen. Von ihren Erfahrungen beim „ersten Mal“ können sie dabei auf jeden Fall profitieren.

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