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Neues aus der Liga

In Top-Besetzung auf Rang acht

Zum Abschluss der 2. Bundesliga Süd traten die Triathleten vom ARGI+Tri-Team Schongau endlich einmal in Top-Besetzung beim Ederauen Triathlon in Fritzlar an. Beim fünften und letzten Rennen der Saison konnte Mannschaftsführer Lukas Krämer aus dem Vollen schöpfen: Jan Heinrich, Johannes Zappe, Vincent Zappe, Roman Deisenhofer und er selbst bildeten die bestmögliche Mannschaft. Leider waren nicht alle in Top-Form, denn die Brüder Zappe hatten bereits eine Saisonpause eingelegt und Roman Deisenhofer hatte gerade erst seine Schulterverletzung auskuriert.

Mit viel mehr Optimismus als in Nürnberg waren die Schongauer diesmal an den Start gegangen. Zum Saisonende wollten sie noch einmal alles geben und sich dann in die wohlverdiente Pause verabschieden. Das Ergebnis fiel dann auch zur Zufriedenheit der Dreikämpfer aus. Mit einem achten Platz der Tageswertung sicherten sie sich den ebenfalls achten Tabellenrang der 2. Bundesliga Süd, in der insgesamt zwölf Teams gelistet sind.

In Fritzlar hatten die Triathleten einen Kombinationswettkampf vor sich. Am Morgen wurde ein „Swim and Run“ mit den Distanzen 350 Meter Schwimmen (im Freibad) und zwei Kilometer Laufen absolviert. Am Nachmittag durchliefen die Athleten mit den Zeitabständen des morgendlichen Wettbewerbs einen Sprinttriathlon als Staffel im „Jagdrenn-Modus“, d. h. der erste Teilnehmer der Staffel startete mit dem Vorsprung bzw. Rückstand des Vormittags und übergab dann den Transponder an den nächsten Starter seines Teams. Jeder musste 300 Meter schwimmen, zehn Kilometer Rad fahren und zwei Kilometer laufen.

Beim ersten Start konnten Jan Heinrich und Johannes Zappe ihre starke Schwimmleistung abrufen. Beide verließen das Becken innerhalb der Top Ten. Beim Laufen kam den beiden jungen Athleten die kurze Strecke sehr zugute; Heinrich konnte sich auf Platz sechs der ersten Startwelle vorarbeiten, und sorgte somit für die beste Platzierung des Tri-Team im „Swim and Run“. Vom Trainingsrückstand gebremst wurde Johannes Zappe, der trotzdem in den Top 15 der ersten Startwelle finishte.

Durch einen schnellen Start verschaffte sich Vincent Zappe in der zweiten Welle eine gute Ausgangsposition vom Schwimmen zum Laufen. Roman Deisenhofer, der wegen seinem Radunfall auf das Schwimmtraining hatte verzichten müssen, schlug sich wacker und verließ das Wasser in der Mitte des Feldes. Lukas Krämer, der schwächste Schwimmer im Team, ging mit einigen Sekunden Rückstand auf die Laufstrecke. Vincent Zappe konnte, wie sein Bruder, nicht die gewohnte Leistung abrufen, ganz anders als Krämer und Deisenhofer, die ein enorm hohes Tempo an den Tag legten und Platz um Platz gut machten.

Bei den Zwischenergebnissen wurde das ARGI+Tri-Team Schongau auf Rang fünf geführt. Somit startete am Nachmittag Jan Heinrich als erster Staffelmann der Schongauer. Da in der Tabelle nach oben sehr viel, nach unten jedoch wenig Zeitabstand war, ging es für das Team um Schadensbegrenzung. Doch so exzellent Heinrichs Leistung am Vormittag war, rächte sich nun doch der Kraftaufwand vor allem beim Radfahren und das Tri-Team fiel auf den neunten Rang zurück. Nachdem Vincent Zappe als zweiter Athlet eine grundsolide Leistung ablieferte, tat es ihm sein Bruder Johannes gleich und steigerte sich in seinem Rennen soweit, dass sich die Mannschaft wieder auf Rang acht vorarbeitete.

Nun schlug die Stunde des erfahrenen Athleten Lukas Krämer. Der „Swim and Run“ am Morgen war weniger sein Ding gewesen, doch beim Sprinttriathlon zeigte er einmal mehr, dass man ihn nicht unterschätzen sollte. Mit der stärksten Leistung des Tages machte er weitere Plätze gut und übergab schließlich auf Rang fünf liegend auf Roman Deisenhofer. Dieser konnte, wie schon erwähnt, in den letzten Wochen im Wasser nur wenig trainieren und so gingen bereits beim Schwimmen wieder zwei Starter an ihm vorbei. Auf der Rad- und Laufstrecke zeigte Deisenhofer jedoch Kampfgeist und musste nur noch den Ironman-Profi und Tagesschnellsten, Andres Dreitz, vorbeiziehen lassen. Auf dem achten Platz liefen die Schongauer somit ins Ziel ein, und hielten damit auch den achten Rang in der Endtabelle der 2. Bundesliga Süd.

Für den Mannschaftsführer war dies ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis der ersten Saison. Die Platzierungen in Darmstadt und Fritzlar zeigen laut Krämer, dass das ARGI+Tri-Team Schongau in der zweiten Bundesliga sehr wohl konkurrenzfähig ist und zu Recht in dieser Liga startet. Allerdings ist deutlich geworden, dass Schongau über einen zu kleinen Kader verfügt, so dass Ausfälle kaum zu verkraften sind. Noch enger wird es nächstes Jahr, weil Jan Heinrich und Valentin Krehl im Ausland sein werden. Das bedeutet, dass das Tri-Team dringend nach Verstärkung suchen muss, wenn es weiterhin in der Bundesliga starten will und darf.

Das Dürfen könnte nämlich ein größeres Problem sein, als das Wollen, denn vor kurzem wurde auf einem außerordentlichen Verbandstag der DTU (Deutsche Triathlon Union) der Bayerische Triathlon Verband (BTV) ausgeschlossen. Das bedeutet, dass bis auf weiteres keine bayerischen Triathleten an DTU-Wettbewerben bzw. internationalen Rennen teilnehmen können, weil sie keinen Startpass mehr erhalten. Die Entscheidung basiert auf einem Streit zwischen der Führung des Landesverbands und dem Dachverband, bei dem es um die Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen geht. Die Sportler hoffen auf eine baldige Beilegung des Streits und Wiederherstellung der Starterlaubnis.

Einstweilen feiern die Schongauer Ligaherren ihren Saisonabschluss bald bei einem Hüttenwochenende in Salzburg, um den vergangenen Sommer noch einmal Revue passieren zu lassen und sich einen „Masterplan“ für nächste Jahr zurechtzulegen.

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