Neues aus der Liga

Die erste Liga winkt

Mit einer weiteren klasse Mannschaftsleistung holten sich die Herren vom Tri-Team Schongau beim Celticman Triathlon in Borken den zweiten Platz in der zweiten Bundesliga. Das bedeutete zum Schluss der Saison den ersten Rang in der Tabelle und die Aufstiegmöglichkeit in die erste Liga. Für die jungen Männer ein großartiger Erfolg und verdienter Lohn für den guten Mannschaftsgeist der Truppe. Der letzte Wettkampf der Serie brachten dies noch einmal auf den Punkt, der Celticman war ein Teamwettbewerb, bei dem die Vereinsgruppen geschlossen ins Ziel kommen müssen.

Für Schongau am Start waren diesmal Felix Zimmermann, Lukas Sporer, Jan Heinrich, Hawaii-Anwärter Lukas Krämer und Roman Deisenhofer. Unterstützt wurden die Männer an der Strecke von Julian Geistbeck.

Das Rennen wurde in zwei Teilen ausgetragen: am Vormittag absolvierten die Athleten einen Swim and Run über 400 Meter Schwimmen und 2500 Meter Laufen. Dabei konnte noch jeder seine Leistung ohne Rücksicht auf andere Teammitglieder erbringen. Die Einzelzeiten der schnellsten vier Starter jeder Gruppe wurden dann addiert und aus den daraus resultierenden Zeitdifferenzen erfolgte am Nachmittag ein Jagdstart. Dazu durften aber wieder alle fünf Mitglieder antreten. Im Laufe der 750 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen durfte aber einer von ihnen aussteigen.

Jan Heinrich war am Vormittag der schnellste Schongauer. Er hatte sich beim Schwimmen gegen den Neoprenanzug entschieden und den Wasserschatten eines anderen Teilnehmers genutzt. Als Gesamtsechster kam er ins Ziel. Bald darauf, an neunter Stelle, folgte Lukas Sporer. Felix Zimmermann lag nach dem Schwimmen noch knapp hinter Roman Deisenhofer, konnte ihn aber beim Laufen noch überholen und als 13. die Ziellinie überqueren. Nur sieben Sekunden trennten ihn allerdings von Deisenhofer, der für Schongau in der Liga das Zweitstartrecht hat. Sein Heimatverein ist AL-KO Triathlon Augsburg, aber aus der Schongauer Ligatruppe ist er nicht mehr wegzudenken.

Lukas Krämer wurde zunächst beim Schwimmen im Getümmel aufgehalten und verlor den Anschluss an sein Team. In der zweiten Disziplin wollte er dann mit ordentlich Gas aufholen, Julian Geistbeck meldete ihm aber an der Laufrunde, dass er an fünfter Stelle lag, und da nur die ersten vier gewertet werden konnte er locker ins Ziel laufen.

Am Nachmittag präsentierte sich dann folgende Ausgangssituation: eine Minute Rückstand trennte die Schongauer vom führenden Team aus Neckarsulm, gleichzeitig hatten sie 1:30 Minuten Vorsprung auf die Mannschaft aus Witten. Ein knapper Rahmen für die Herren des Tri-Team.

Aber man war gut vorbereitet. Ihr Schwimmtraining hatten die Burschen in der Woche zuvor noch einmal intensiviert, und so konnten sie ein konstantes und schnelles Rennen liefern. Mit Lukas Sporer an der Spitze, Roman Deisenhofer, Felix Zimmermann und Lukas Krämer an vierter Stelle, der immer wieder von Jan Heinrich geschoben wurde, hielten die Schongauer ihre Position. Auf der flachen Radstrecke konnte das Tri-Team anschließend einige Zeit auf die Führenden gutmachen. Besonders Roman Deisenhofer und Lukas Krämer konnten hier mit einer hohen Performance aufwarten und so das Team ordentlich pushen.

Gleichzeitig stiegen die Schongauer mit den Konkurrenten aus Neckarsulm vom Rad und hatten nach hinten einen ordentlichen Puffer von 2:20 Minuten auf die Verfolger aus Grassau. So wurde der erste Platz unter diesen beiden Teams beim Laufen ausgemacht. Drei Kilometer konnten die Schongauer dranbleiben, dann mussten sie die bessere Mannschaft ziehen lassen. Der zweite Platz war dennoch die beste Platzierung, die das Tri-Team bisher in der zweiten Bundesliga erreicht hat. Dass jetzt auch noch der Aufstieg winkt, ist mehr, als sich die Athleten bei Saisonbeginn hätten träumen lassen. Doch ob die jungen Männer diese Chance wirklich annehmen, werden sie noch intern zusammen mit den Vorständen von Abteilung und Förderverein besprechen. Die Teilnahme bei Bundesligarennen beinhaltet unter anderem auch weitere Anfahrten zu den Wettkampforten und ist demnach auch mit mehr Zeitaufwand und Kosten verbunden. Um wenigstens die Kosten etwas zu mildern, sind die Vorstände Wolfgang Ahrens und Josef Zeller auf der Suche nach einem oder mehreren Sponsoren für aufstrebende Mannschaft.