Wettkampfberichte

Trainingslager Cesenatico

23,4 Kilometer Schwimmen, 450 Kilometer Radfahren und 75 Kilometer Laufen – war da wieder so ein Verrückter beim Ultratriathlon? Nein, das sind die Strecken, die jeder Erwachsene beim Trainingslager des ARGI+Tri-Team im TSV Schongau innerhalb von acht Tagen zurücklegte. Zum zehnten Mal bereiteten sich die Sportler aus Schongau und Umgebung in Cesenatico, einem Küstenort der Emilia Romagna, auf die Wettkampfsaison vor.

Lukas Sporer, in diesem Jahr Starter in der ersten Bundesliga, hatte den Trainingsplan erstellt, der für die Schüler und Jugendlichen freilich entsprechend reduziert wurde. Besondere Schwerpunkte wurden dabei beim Schwimmen und Laufen gesetzt. Der erste Programmpunkt nach der Ankunft war zunächst ein gemeinsames Einrollen mit dem Rad und ein kurzer Lockerungslauf. Was bei 43 Teilnehmern (18 Erwachsene, sieben Junioren, zwölf Jugendliche und sechs Schüler) eine Riesenradgruppe ist, die, trotz Aufteilung in zwei Blöcke und Zweierreihen, bei jedem Fahrer besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Der Frühsport um 7:15 Uhr erfreut sich traditionell schwacher Beliebtheit, so auch in diesem Jahr. Ziel dieser Übung wäre das Verarbeiten des harten Trainings vom Vortag und die Vorbereitung auf die folgenden Einheiten gewesen. Nach dem Frühstück folgte fast täglich eine harte Schwimmeinheit im Umfang von jeweils ca. 4500 Metern im 27 Grad warmen Pool des Hotels.

Am Dienstag stand ein gemeinsames Koppeltraining aus zehn Kilometern Radfahren und zwei Kilometern Laufen auf dem Programm. Jugendliche und Schüler legten kürzere Strecken zurück. Zur Halbzeit am Mittwoch wurde ein Regenerationstag eingelegt, der zum Einkaufen, Spielen und eben Erholen genutzt wurde. Die Königsetappe des Radtrainings fuhren die Athleten am Freitag. Die Tour von 120 Kilometern Länge führte als Zwischenziel über San Leo, eine Stadt in der Nähe von San Marino und sehr ähnlich auf einem Felsturm gelegen.

Derartige Umfänge und Intensitäten brauchen natürlich ausreichende Ruhephasen und Pflege der Energiereserven. Das machte sich auch am Pastakonsum bemerkbar. Im Schnitt vertilgte jeder Sportler am Tag vier Portionen Nudeln, was einen Gesamtverbrauch von 1176 Portionen innerhalb der sieben Tage ausmacht. Und so hatten Einige noch Energie genug für Beachvolleyball, Basketball oder Handtischtennis wie auch zu gemeinsamen Spielabenden, Eisessen und einer Grillfete. Wie jedes Jahr hatten die Teilnehmer viel Spaß zusammen, weil zwar viel trainiert, aber auch das Miteinander im Verein gestärkt wird. Hauptorganisator der Fahrt war Thomas Buchmüller, der den Vorstand dadurch entlastete. Letzterer steckt schließlich schon mitten in den Vorbereitungen zum Schongau Triathlon.