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Wettkampfberichte

Horner finisht Inferno Triathlon auf Platz 63

Einen außergewöhnlichen Saisonabschluss hatte Lukas Horner vom Volllast Tri-Team Schongau am Samstag, den 17. August 2019. Der 24-jährige angehende Langdistanz Triathlet startete beim Inferno Triathlon im Berner Oberland, der mit Gewissheit kein gewöhnlicher Triathlon ist. Horner erfüllte sich hiermit einen Traum.



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Der junge Schongauer schwamm zunächst 3,1km durch den Thuner See von Thun nach Oberhofen. Horner fand am Anfang gleich “schnelle Beine” und konnte so Kräfte für noch folgenden Disziplinen sparen. Er konnte in der ersten Verfolgergruppe als Gesamt-Elfter das Wasser verlassen.

Auch bei der zweiten Disziplin, dem Rennradfahren, lässt sich noch ein ganz gewöhnlicher Triathlon vermuten. Bei genauem Betrachten allerdings fallen hierbei schon die 2145 Höhenmeter über die nur 95 Kilometer lange Radstrecke auf. Die Radstrecke führte von Oberhofen über zwei Anstiege nach Beatenberg und einer schnellen Abfahrt nach Interlaken. Von dort aus führte die Strecke vorbei am Brienzer See bis hinauf auf die Große Scheidegg. Auf der langen steilen Abfahrt, ca. 7km vor der Wechselzone zum Mountainbike, platzte Horner, vermutlich aufgrund einer überhitzten Bremsflanke der Schlauch. Nachdem der Schlauch gewechselt war, setzte Horner die Fahrt fort, musste aber feststellen, dass der Schlauch ebenfalls, vermutlich aufgrund eines Fehlers beim Montieren Luft verlor. An Aufgeben dachte Horner nicht ansatzweise und rollte mit defektem Hinterrad noch bis in die Wechselzone. Nach dem Wettkampf äußerte Horner, dass er durch diesen defekt ca. 40-45 Minuten verlor.

Aber damit nicht genug. Vom Rennrad wechselt Horner schließlich für 30 Kilometer auf das Mountainbike um noch einmal eine Steigung von 1180 Höhenmetern auf die kleine Scheidegg zu bewältigen. Horner konnte nach und nach wieder einige Kontrahenten einsammeln. Oben angekommen ließ es der begnadete Mountainbiker auf der Abfahrt richtig krachen und sammelte wiederum einige Athleten ein, die bei den technisch anspruchsvollen Passagen ihre Räder schoben oder trugen.

Von den Strapazen der Radstrecken gezeichnet fuhr Horner in die Wechselzone nach Stechelberg, wo die abschließende Disziplin – ein Berglauf – über 25 Kilometer und nochmals 2175 Höhenmeter auf das Schilthorn (2970m) folgte (Vgl. Zugspitze 2962m). Die Strecke verlief von Stechelberg noch relativ eben bis nach Lauterbrunnen, wo dann der Anstieg bis ins Bergdorf Mürren begann. Hier nahm er noch einmal Verpflegung und Kleidung von seinen Betreuern entgegen, bevor er sich auf die letzten schwierigen Kilometer zum Schilthorn (PIZ GLORIA) machte. Auf halber Strecke, bereits im Hochalpinen Bereich, kamen starke und kühle Windböen auf, sodass Horner sich dazu entschloss zum Schutz vor Unterkühlung eine Windjacke anzulegen. Nachdem er drei Schneefelder durchquert hatte begann der Schlussanstieg, in dem auch mehrere Kletterstellen und ein Grat zu bewältigen waren.

Als 64. Mann Gesamt und 24. in der männlichen Hauptklasse überquerte Lukas Horner bei seinem Debüt beim Inferno Triathlon nach über 155 km und exakt 5.500 Höhenmetern in einer Zeit von 11:33.12h die Ziellinie als jüngster Finisher.

Lukas Horner fasst den Tag in wenigen Worten zusammen: „Das war hart, aber richtig cool. Ich kann mir gut vorstellen, das das nächstes Jahr nochmal zu machen. Einen besonderen Dank möchte ich auch hierbei noch an meine Betreuer und Sponsoren richten, die mir diesen Wettkampf ermöglicht haben.“