Wettkampfberichte

Schwimmtraining zahlt sich endlich aus

Höchst zufrieden mit seiner Frühjahrsform äußerte sich Lukas Krämer, und blickt äußerst zuversichtlich auf seinen ersten Saisonhöhepunkt in Nizza, dem Ironman Frankreich. Krämer hatte zusammen mit Trainer Wolfgang Ahrens sein Training etwas umgestellt und konnte nun schon die ersten Früchte ernten. Denn das Schwimmen – sonst Krämers schwächste Disziplin – lief dieses Mal überraschend gut. Und auch sonst gabe es nicht viel zu meckern für den Peißenberger bei der Triathlon Challenge auf Fuerteventura - abgesehen von einer Reifenpanne - die er mit vier Minuten Vorsprung auf den zweiten Platz der Amateure und war damit schnellster Nichtprofi des Tages gewann. Nur acht der Profitriathleten waren schneller, darunter bekannte Namen wie Andi Boecherer, Will Clarke und Timo Bracht.

Fünf Minuten nach den Profis stürzte sich Krämer mit seinen Konkurrenten ins Meer und entstieg diesem nach 1900 Metern und 23:54 Minuten wieder als dritter Amateur. Auf die Radstecke war der Peißenberger sehr gut vorbereitet, denn er hatte schon im Januar und im März ein Trainingslager am selben Ort verbracht. Deshalb wusste er auch, dass einige Anstiege mit über zehn Prozent Steigung vor ihm lagen, und wollte die 90 Kilometer ruhig angehen. Er fühlte sich dann aber so gut, dass er doch beschloss, Druck zu machen. So setzte er sich an die Spitze des Feldes und war gedanklich schon voraus, auf der Laufstrecke, als nach 75 Kilometern der Vorderreifen zischte.

Der Reifenwechsel kostete einige kostbare Minuten und drei Plätze, doch Krämer ließ sich nicht entmutigen. Noch auf dem Rad holte er wieder einen Gegner ein und wechselte nach 2:36:59 Stunden auf seine Paradedisziplin, das Laufen. Schon nach sieben Kilometern hatte er die Führung zurückerobert und verfolgte nun das Ziel, es möglichst weit in die Ränge der Profis hinein zu schaffen. Am Ende war dies dann der fünftschnellste Lauf des Tages (inkl. Profis) mit 1:13:11 Stunden über zwanzig Kilometer. Für die komplette Challenge brauchte Lukas Krämer 4:14:04 Stunden.